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- 11. 8. Nun haben wir also die erste Nacht
im Zug verbracht, aber es stehen uns noch mehr als 30 Stunden bevor. Das Abteil für 6
Personen teilen wir mit einer Familie aus Bangalore, die ihren Sohn vom Flughafen in Delhi
abholt. Für unser Wohl ist bestens gesorgt. In jedem Bahnhof wird den durchfahrenden
Passagieren aufgekocht und auch während der Fahrt ziehen Verkäufer, Gaukler, aber auch
Bettler und Abteilputzer durch die Waggons.
- 12. - 14. 8. Ein Bekannter vom indischen
Theaterverband holt uns am Bahnhof ab und fährt uns zum Hotel. Er hat es natürlich
bestens mit uns gemeint und ein besonders billiges Zimmer (100 Rps pro Person und Nacht)
besorgt. Nach 42 Stunden Zugfahrt hätten wir uns zwar gerne etwas mehr Komfort gegönnt,
die Sehnsucht nach einer Dusche lässt uns aber den Rest vergessen. Am nächsten Tag
mieten wir uns ein Taxi und lassen uns die Stadt zeigen.
- 15. - 16. 8. Um schneller nach Agra zu kommen, haben wir uns einer indischen Reisegruppe
angeschlossen, die per Schnellbus reist. Um 6 Uhr werden wir von einem Taxi abgeholt, das
uns zum Bus bringt. Nach 2 Stunden sind wir immer noch in Delhi und warten auf
irgendjemanden. Bei strömendem Regen will der Fahrer nun die Verspätung hereinholen.
Zahlreiche Unfälle bewirken aber das Gegenteil. Da wir erst am Nachmittag in Agra
ankommen, fällt die gebuchte Besichtigungstour im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.
Als Gegenleistung wird uns eine kostenlose Übernachtung auf einem Bauernhof angeboten.
Wir verzichten freiwillig, suchen uns ein Hotel und besichtigen Agra am kommenden Tag auf
eigene Faust.
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